Am 24. März 2026 ist Bernhard Furrer, erster Denkmalpfleger der Stadt Bern von 1979 bis 2006, überraschend verstorben.

Eine hohe Qualität der Baukultur war ihm stets ein wichtiges Anliegen. Dank ihm wurde mit der Altstadt von Bern erstmals ein grossflächiges, heterogenes Objekt ins Inventar des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Er wirkte aber nicht nur als Bernischer Denkmalpfleger, sondern war auch Präsident der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege. Zudem war er von 2000 bis 2012 Professor an der Accademia di Architettura der Università della Svizzera italiana in Mendrisio.

Bernhard war darüber hinaus langjähriges Mitglied der GFL. In dieser Funktion erlebte ich ihn auch an GFL-Mitgliederversammlungen, wo er bei kontrovers geführten Diskussionen (was es bei der GFL öfters gab und gibt) öfters einen spannenden fachlichen Input gab, ein Thema aus einer etwas anderen Sichtweise beleuchtete und so die Diskussion zusätzlich bereicherte. Nicht zuletzt führten seine Denkanstösse dann öfters zu einem Meinungsumschwung unter den Anwesenden und einer entsprechend gefassten Parole.

Da ich mit seiner Frau, Verena, während mehreren Jahren gleichzeitig Mitglied des Berner Stadtrates war, erlebte ich Bernhard auch öfters privat. Er war nicht nur ein äusserst kompetenter Fachmann, sondern auch ein sehr humorvoller und überaus liebenswürdiger Mensch. Man konnte mit ihm über sehr vieles sprechen – auch weniger ernstes. Dabei blieb es immer inhaltlich spannend, aber eben nie abgehoben oder ermüdend. Gerne erinnere ich mich an diese Gespräche und wundervollen Abend mit Bernhard und Verena zurück.

Mit Bernhard verlieren wir einen engagierten «Bernliebhaber» und jemanden, der es stets wagte, seine Meinung klar zu sagen, dies aber nie verletzend und immer auf eine sehr angenehme Art und Weise.

Ich werde Bernhard Furrer sehr vermissen und in bester Erinnerung behalten.

Bern, 1. April 2026    Ueli Stückelberger